Die Klapjak-Idee

 

Ausgehend von eigenen Entwürfen für Boote und einem Bauplan für ein Pfadfinderboot aus dem Jahr 1968 möchte ich in einem experimentellen Kunstprojekt im Austausch mit Fachleuten Boote entwickeln, die aus ökologisch sinnvollen Materialien und mit gesundheitsverträglichen Verfahren im Selbstbau hergestellt werden können.

 

Diese Boote sollen so leicht und so klein zusammenklappbar sein, dass man sie in öffentlichen Verkehrsmitteln mühelos mitnehmen kann.

 

In Selbstbauwerkstätten mit unterschiedlichen Zielgruppen sollen die Boote vervielfältigt und die Idee verbreitet werden.

 

So soll der Ressourcen fressenden konsumorientierten Freizeitindustrie ein kommunikatives und sinnvolles Konzept der Freizeitgestaltung öffentlichkeitswirksam entgegengesetzt werden.

 

Zu mir: Susanne Damm

 

Als bildende Künstlerin gehe ich zeichnerisch, modellhaft, intuitiv und immer von mehreren Seiten an eine neue Idee heran.

 

Bei der Konstruktion von Pop-Up-Booten treibt mich meine Faszination für die Zusammenhänge zwischen zweidimensionalen und dreidimensionalen Strukturen an.

 

Ebenfalls reizt mich die handwerkliche Auseinandersetzung mit Materialien in einem größeren Maßstab.

 

Ganz besonders wichtig ist mir der kommunikative Aspekt und der Austausch mit Menschen aus unterschiedlichen Kontexten. Ich sehe das Projekt auch als „soziale Plastik“, die konsumorientierte und Ressourcen vernichtendes Freizeitverhalten konterkariert.

 

Diese Zusammenhänge finden sich in Teilen auch in meinen anderen Arbeiten wieder.

München, 03.01.2017, Susanne Damm